Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica

Für Kaiser Wilhelm I. wurden zahlreiche Denkmäler errichtet. Schon 1867 schuf der Bildhauer Friedrich Drake das erste Reiterstandbild, das Wilhelm I. noch in seiner Funktion als König von Preußen zeigt. Das Preußische Denkmal-Institut e. V. registriert sage und schreibe 63 Reiterstandbilder, 231 Standbilder, 5 Sitzstatuen und 126 Büsten von Kaiser Wilhelm I. In dieser Liste sind Denkmäler, auf denen Kaiser Wilhelm I. als Relief dargestellt ist, noch nicht vertreten.

Das wohl bekannteste Denkmal für Wilhelm I. ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica im Weserbergland. Bestimmend für den Standort war einmal die Schönheit der Landschaft, aber auch die geschichtliche Bedeutung dieses Platzes.
Nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz aus Berlin schuf der Wiener Professor Caspar David von Zumbusch dieses Denkmal, das 1896 von Wilhelm II. eingeweiht wurde.
Heute ist es das Wahrzeichen von Porta Westfalica, in vier Jahren aus heimischem Sandstein erbaut. Der dreigeteilte, tempelartige Bau überragt vom Wittekindsberg aus weit sichtbar das Tal und die umliegenden Ebenen. Das Denkmal ist ein Monument, das die Landschaft prägt und ein lohnenswertes Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit darstellt.
Die kreisförmige Terrasse hat einen Durchmesser von hundertzwanzig Metern und ist mit dreißig Stützpfeilern ausgestattet. Zur Hochterrasse führt eine ausladende Freitreppe. Danach muss der Besucher noch zwanzig Stufen bis zum Kuppelbau gehen, dann erst steht er direkt vor dem Standbild von Kaiser Wilhelm I. Das Standbild ist sieben Meter hohe Kaiserfigur steht auf einem mehr als fünf Meter hohen Sockel. Auch der Baldachin, der sich darüber erhebt, ist imposant: Er ist ganze fünfzig Meter hoch. Alles in allem misst das Denkmal stolze achtundachtzig Meter.

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